Saisonkennzeichen anmelden: Ablauf, Kosten und eVB-Nummer

Ein Saisonkennzeichen lohnt sich für alle, die ihr Fahrzeug nur einen Teil des Jahres nutzen – vom Cabrio über das Motorrad bis zum Wohnmobil. Hier erfahren Sie, wie die Anmeldung abläuft, welche eVB-Nummer Sie dafür brauchen und worauf Sie unbedingt achten sollten.

Was ist ein Saisonkennzeichen?

Ein Saisonkennzeichen erlaubt die Zulassung eines Fahrzeugs für einen fest definierten, zusammenhängenden Zeitraum im Jahr. Am Kennzeichen selbst erkennen Sie es an der Angabe der Monate (z. B. „05–10“), in denen das Fahrzeug aktiv angemeldet ist. Außerhalb dieses Zeitraums gilt es automatisch als stillgelegt – ganz ohne separate Ab- und wieder Anmeldung.

Für wen lohnt sich ein Saisonkennzeichen?

Welche Zeiträume sind möglich?

Der Saisonzeitraum muss zusammenhängend sein und darf zwischen 2 und 11 Monaten liegen. Eine Zulassung für 12 Monate wäre keine Saisonzulassung mehr, sondern eine reguläre. Die Wahl der Monate ist frei – ob März bis Oktober oder nur Juni und Juli, entscheiden Sie selbst.

Saisonkennzeichen anmelden – Schritt für Schritt

  1. Saisonzeitraum festlegen: Überlegen Sie, in welchen Monaten Sie das Fahrzeug tatsächlich nutzen.
  2. Passende Versicherung abschließen: Nicht jeder Tarif unterstützt Saisonkennzeichen – beim Vergleich gezielt danach filtern und den gewünschten Zeitraum angeben.
  3. eVB-Nummer erhalten: Nach Vertragsabschluss erhalten Sie Ihre eVB-Nummer per E-Mail.
  4. Zur Zulassungsstelle: Mit eVB-Nummer, Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I und II) und Personalausweis das Fahrzeug anmelden.
  5. Saisonkennzeichen montieren: Die Kennzeichenschilder mit der Monatsangabe werden angebracht und Sie können direkt losfahren.

Was passiert außerhalb der Saison?

Sobald der Zeitraum endet, gilt Ihr Fahrzeug als automatisch stillgelegt – eine gesonderte Abmeldung ist nicht nötig. Sie dürfen es außerhalb der Saison nicht im öffentlichen Straßenverkehr bewegen oder abstellen. Viele Versicherer bieten dafür optional einen reduzierten Ruhezeitschutz an (z. B. gegen Brand oder Diebstahl in der stehenden Zeit) – das lohnt sich gerade bei hochwertigen Fahrzeugen.

Kosten und Vorteile eines Saisonkennzeichens

Da sowohl Kfz-Steuer als auch Versicherungsbeitrag anteilig nur für die aktiven Monate berechnet werden, ist ein Saisonkennzeichen in den meisten Fällen günstiger als eine ganzjährige Zulassung. Hinzu kommt der Komfort: Sie müssen das Fahrzeug nicht jedes Jahr manuell ab- und wieder anmelden.

Was Sie beachten sollten

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Häufige Fragen zum Saisonkennzeichen

Brauche ich für ein Saisonkennzeichen auch eine eVB-Nummer? Ja. Auch für ein Saisonkennzeichen ist eine eVB-Nummer zwingend erforderlich – Sie benötigen einen Versicherungstarif, der speziell für Saisonkennzeichen ausgelegt ist.
Darf ich mit Saisonkennzeichen außerhalb der Saison fahren? Nein. Außerhalb des angemeldeten Zeitraums gilt Ihr Fahrzeug als abgemeldet und darf nicht im öffentlichen Straßenverkehr bewegt oder dort geparkt werden.
Kann ich den Saisonzeitraum nachträglich ändern? Ja, das ist bei der Zulassungsstelle möglich, erfordert aber in der Regel eine neue Antragstellung und ggf. eine Anpassung Ihres Versicherungsvertrags.
Ist ein Saisonkennzeichen günstiger als eine normale Zulassung? Meist ja, da sich sowohl Kfz-Steuer als auch Versicherungsbeitrag anteilig nach der Anzahl der aktiven Monate richten.

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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Versicherungsberatung.